Wieder in Deutschland werde ich nun noch die letzten Tage hinzufügen...

Zum ersten Tag geht es hierlang.

Krank aber glücklich

Ausschlafen! Endlich! Die vergangene Woche war zwar sehr schön aber auch anstrengend. Den ganzen Tag habe ich im Bett verbracht und ich merke, wie es mir immer besser ging. Neben Lachen muss Schlaf auch eine unheimlich gute Medizin sein!
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Schweinegrippe?

Nach einer kurzen Nacht im Hotel am Flughafen von Kuala Lumpur wollten wir den Tag noch in Melaka verbringen. Aber die Busse hatten so beschissene Zeiten, dass wir grad mal ein paar Minuten für die komplette Stadt gehabt hätten. Also blieben wir am Flughafen. Teilweise kam ich mir vor wie Tom Hanks in dem Film "Terminal"...

Den ganzen Tag über fühlte ich mich auch nicht so gut und je später es wurde, desto schlimmer wurde es. Als ich dann abends in den Flieger nach Jakarta - Julia flog nach Singapur - gestiegen bin, muss ich wie eine Leiche ausgesehen haben. Im Flugzeug dachte ich mir nur: "Wenn die Detektoren am Flughafen von Jakarta bei mir anspringen, dann komme ich ja direkt zum Arzt. Und wenn nicht, dann bin ich auch nicht krank."

Die Wärmebildkameras haben mich aber nicht verraten und ich bin auf direktem Wege nach Hause in mein Bett. Tristan und Damaris kommen ja schliesslich in zwei Tagen und da wollte ich natürlich fit sein.

Können Indonesier einen Sonnenbrand bekommen?

Um es vorweg zu nehmen: Ja! Aber dazu komme ich gleich noch...

Die Nacht haben wir dann trotz Tier-Invasion und Unwetter überstanden und freuten uns schon auf die bevorstehende Delfin-Tour. Aber die drohte ins Wasser zu fallen, denn es regnete in Strömen. Zum Glück hörte es aber relativ schnell auf und die Wolken verschwanden ebenfalls sehr schnell.

Mit dem Boot sind wir dann um ein paar Inseln gekreiselt und haben eine Menge Delfine gesehen! Aber es ist ziemlich schwer die vernünftig mit der Kamera zu erwischen. Fotos sind mit der Digitalkamera schon ein Glücksspiel.

Nachdem wir von den Delfinen genug hatten - irgendwann wird es halt langweilig - wurden wir zu einem Korallenriff gefahren um dort zu schnorcheln. Und was für ein Riff das war! Vom Strand aus ging es sehr seicht ins offene Meer und ca. 3 Meter unter der Wasseroberfläche fiel es dann senkrecht nach unten. Soweit das Auge sehen konnte. Die Artenvielfalt ist auch gewaltig gewesen und ich soll schöne Grüße von Nemo bestellen :) Den habe ich nämlich auch ausmachen können.

Nun zu der Sonnenbrand-Geschichte: Julia dachte, es sei eine gute Idee ohne Extra-T-Shirt zu schnorcheln. Indonesier cremen sich ja generell nicht ein, und wenn dann mit Kosmetik um weißer zu werden. Dennoch hat sie es geschafft, sich den ersten Sonnenbrand ihres Lebens einzufangen. Gratulation ;)

Um ca vier Uhr sind wir dann wieder aufs "Festland" rübergefahren. Der Flieger ging ja am gleichen Abend wieder weiter nach Kuala Lumpur...

Mitten im Dschungel

Unser Ziel für heute hieß Bunaken. Einmal pro Tag um zwei Uhr setzt eine Nußschale über. Im Hafen mussten wir dann erstmal warten, bis das Bötchen in See sticht und haben die Zeit genutzt um braun zu werden.

Kurz vor den Stränden von Bunaken können wir auf den Grund des Meeres schon wunderschöne Korallen und blaue Seesterne sehen! Mit nassen Füßen - die letzten Meter durch das Wasser - sind wir dann an den Strand gegangen und haben uns ein Zimmer genommen. Erst dann ist uns aufgefallen, dass wir uns mitten im Dschungel befinden! Die Toilette war nicht mehr als ein verkleidetes Loch im Boden, die Dusche bestand aus einem großen Eimer voller Wasser und einer Kelle, und der Ventilator funktionierte nicht, weil es Strom nur in der Nacht gab. Aus Reflex habe ich später noch versucht mein Handy aufzuladen, das hat aber natürlich nicht funktioniert :)

Der Sonnenuntergang war wunderschön und die Sonne ist hinter dem nahe gelegenen Vulkan Manado Tua untergegangen.

Beim Essen haben wir noch sehr interessante Leute kennen gelernt. Ein Päärchen aus Kanada, ein Holländer, der seit 14 Monaten mit seinem Rucksack auf Weltreise ist und ein paar Schweizer...

Nach dem Essen brach die Nacht dann ziemlich schnell herein und natürlich haben wir vergessen das Licht auf der Veranda auszuschalten. So hat sich dann nahezu alles auf unserer Veranda eingefunden, was man Tier nennen konnte! Richtig dicke Käfer, Gottesanbeterinnen, sehr große Motten und überhaupt alles was man so kennt nur zwei Nummern größer. Die Nacht kann ja lustig werden...

Die Reise zum Äquator

Den letzten Tag auf Bali haben wir noch genutzt, indem wir an den Strand in Kuta Bali gegangen sind. Das Problem war jedoch, dass wir bereits aus dem Hotel ausgecheckt haben (mussten) und somit hatten wir keine Möglichkeit mehr zu duschen. Aber auf ne Hose voller Sand im Flieger hatte ich keinen Bock, also sind wir nach dem Strand wieder ins Hotel gegangen und haben den Swimmingpool als Dusche missbraucht, um zumindest Salz und Sand loszuwerden...
Der Flieger nach Manado hatte mal wieder Verspätung und so nutzte ich die Zeit um im Branchenbuch von Jakarta Unternehmen ausfindig zu machen, die Autos verleihen. Aber Jeeps bekommt man anscheinend nirgendwo in der 22 Mio. Metropole :/

Den Flug mit der Lion Air habe ich zum Glück überlebt. Die Maschine war nagelneu, wie vorhergesagt. Zur Erinnerung: Die alten Maschinen hat Lion Air ja gecrasht...

In Manado haben wir uns schnell ein Zimmer gesucht und sind dann direkt pennen gegangen. Leider in einem Zimmer voller Moskitos. Geschätzte 50 Moskitos wollten uns die Nacht zur Hölle machen, aber das Anti-Nyamuk-Zeug hat wieder zuverlässig seinen Dienst verrichtet!